Geschichte
Zur Geschichte der Alemannen
Der Name Alemannen – eigentlich Alamannen – leitet sich von „Ala“ (ganz) und „manni“ (Mannen), Menschen ab. Die Sprache der Alemannen ist ein Teil der althochdeutschen Sprache. Überlieferungen lassen uns wissen, dass sich Dialekte in Südwestdeutschland, in Vorarlberg, in der Ostschweiz und im Elsass daraus entwickeln haben.
Die Alemannen sind ein westgermanischer Stamm. Sie wurden im Jahr 212/213 im Zuge der Völkerwanderung in Mainfranken sesshaft. Ihr vorheriger Aufenthalt war in Mecklenburg, an der Mittelelbe und Saale gelegen. Sie verließen später diese Gegend, da von Osten her die Goten das Gebiet besetzten, und begaben sich südwestlich nach dem heutigen Deutschland, (heute Bayrisch-Schwaben, Baden-Württemberg, Vorarlberg, Elsass und auch Liechtenstein) – unter anderem gehörten auch die Sueben = Schwaben dazu. Die Alemannen trafen am Main auf die Römer, zogen aber weiter nach Nordosten.
Sie siedelten oft in der Nähe des Limes und dienten auch den Römern als Söldner. Die Gebiete um Rhein, Main und Donau, in denen die Römer ansässig waren, wurden von den Alemannen ab 233 eingenommen, welche sodann weiterzogen in die heutige Schweiz. Dort plünderten sie die Städte. Aus Angst vor den Vandalen vergruben die Einwohner Geld und Schmuck, was für archäologische Funde heute von großem Wert ist. Die Alemannen wanderten weiter ins Elsass, über die Alpen nach Italien und wurden vor Mailand von den Römern zurückgedrängt. So kehrten sie in die Schweiz und das Elsass zurück. Im Jahre 350 besetzten sie das Elsass. Kaiser Julian nahm ihnen das Territorium 357 wieder weg. Das Gebiet dehnte sich im Jahre 454 weiter bis zu den Vogesen aus.
In den Jahren 496 bis 506 verloren die Alemannen die nördlichen Gaue. Die in der Schweiz und in Rätien sesshaften Alemannen nahmen den Schutz von König Theoderich an. Dieser dauerte an, bis das Ostgotenreich zusammenfiel. Dann wurde es unter fränkische Herrschaft gestellt: Dies war im Jahre 536. Nach dem Ende der Völkerwanderung entstand eine Besiedelung mit Reihengräbern, was archäologische Funde beweisen. Auch Grabbeigaben in fürstlichen Gruften kamen zutage. Im Jahre 746 mussten die Alemannen sich den Karolingern unterwerfen. Das Herzogtum Schwaben entstand im frühen 10. Jahrhundert. Es umfasste alle alemannischen Gebiete. Etwa im Jahre 1250 zerbrach das Territorium schließlich und teilte sich in zahlreiche Splittergebiete auf.
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